Wer sind wir?

Wer sind wir?
Die Bücherpiraten begeistern Kinder für Bücher. 
Wir sind ein gemeinnütziger Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat, Kindern und Jugendlichen das kreative und eigenständige Erleben von Literatur zu ermöglichen. Wir erreichen mit unseren Projekten Kinder und Jugendliche von 3 bis 19 Jahren. Literatur-Festivals, Lese-, Schreib- und Schauspielgruppen, alles findet Platz unter dem Dach des Kinderliteraturhauses in der Lübecker Altstadt in Deutschland. Unser Geschichten-Sucher-Projekt ist in Hunderten von Kindergärten unterwegs.
Der Verein wird gänzlich ohne öffentliche Mittel finanziert. Wenn Ihr uns mit einer Spende unterstützen wollt, könnt Ihr das hier.
Wer noch mehr erfahren möchte, ist herzlich eingeladen, die Internetseite des Vereins www.buecherpiraten.de zu erkunden oder persönlich im Kinderliteraturhaus vorbeizukommen.

menu menu menu

Über das Projekt

Leseförderer aus aller Welt sind sich einig: Der erste Kontakt mit dem Buch sollte immer in der Muttersprache sein. Der Bedarf an zweisprachigen Büchern ist enorm.  Aber leider gibt es nur sehr wenige davon.

Ziel des Projektes ist eine Datenbank mit zweisprachigen Bilderbuch-Geschichten von Kindern für Kinder. Leseförderer aus der ganzen Welt können dort Geschichten von Kindern hochladen. Ein Netzwerk von ehrenamtlichen Helfern übersetzt die Geschichten in 1001 Sprache. Möglichst viele Versionen werden zusätzlich als Hörbuch eingesprochen.

Familien und Leseförderer von überall her können sich auf www.bilingual-picturebooks.org die Geschichten in zwei beliebigen Sprachen kostenlos herunterladen. 

Für den Start haben die Bücherpiraten 2013 mit Unterstützung der Dräger-Stiftung eine Bilderbuchwerkstatt durchgeführt. Mit Hilfe der Bilderbuchkünstler Kirsten Boie, Martin Gries und Birte Müller haben zehn Kinder eine Woche lang an einem Bilderbuch gearbeitet: „Schokokuchen auf Hawaii“. Dabei haben die Bücherpiraten den größten Wert darauf gelegt, dass Ideen, Worte und Bilder von den Kindern kamen. Die Erwachsenen gaben lediglich fachlichen Rat und Begleitung.

Das Buch wurde nach der Werkstatt von professionellen Übersetzern in sechs Basissprachen übersetzt: Arabisch, Englisch, Französisch, Mandarin, Russisch und Spanisch. Ausgehend von den sieben Sprach-Versionen von „Schokokuchen auf Hawaii“ übersetzen in den kommenden Monaten und Jahren viele ehrenamtliche Muttersprachler die Geschichte in so viele Sprachen wie möglich. Jede Übersetzung wird von einem zweiten Muttersprachler bestätigt, bevor sie auf www.bilingual-picturebooks.org veröffentlicht wird.

Dieses Projekt wird gefördert von:

Margot und Jürgen Wessel-Stiftung, Possehl-Stiftung

Grußwort der Projekt-Botschafterin Kirsten Boie

Nicht nur in Deutschland leben inzwischen Menschen aus vielen unterschiedlichen Herkunftsländern zusammen. Überall gibt zunehmend mehrsprachige Familien: Eltern, die Syrisch, Twi oder Farsi sprechen, haben Kinder, die nach wenigen Wochen in der Kita oder wenigen Monaten in der Schule fließend Deutsch (oder Schwedisch, Französisch, Dänisch) verstehen. 

Mit den zweisprachigen Bilderbüchern von bilingual picturebooks  können Eltern und Kinder gemeinsam eine Geschichte angucken. Aber auch für die Arbeit mit Flüchtlingskindern in Schule, Kita und Flüchtlingsunterkünften oder für uns alle beim Erlernen einer Fremdsprache kann bilingual picturebooks hilfreich sein. Da die Sprachen beliebig kombiniert werden können, sind selbst ausgefallene Konstellationen möglich. Und in Ländern mit mehreren Sprachen (wie es z.B. fast alle sub-saharischen afrikanischen Länder sind, aber auch viele Länder Asiens) können diese zusammengeführt werden. Bilingual picturebooks soll ein Projekt für die ganze Welt werden.

Darüber hinaus bietet bilingual picturebooks jeder Kindergruppe in jedem Land die Möglichkeit, ein eigenes Bilderbuch zu schreiben und zu gestalten - für alle anderen Kinder in allen anderen Ländern. Ich bin sicher, dass viele Eltern, Kitas, Schulen sich über Geschichten von Kindern aus arabischen, afrikanischen, asiatischen oder anderen europäischen Ländern freuen. Was für tolle neue Möglichkeiten!

Ich wünsche dem Projekt viele begeisterte Nutzer!

Julia Donaldson, die Autorin der Grüffelo-Bücher, sagt:

„Was für ein aufregendes und wertvolles Projekt. Es ermöglicht Kindern, Bücher in ihrer Muttersprache zu lesen und zu schreiben. Ich liebe die Idee, dass diese Geschichten um die ganze Welt reisen.“